Förderstufe

Förderstufenkonzept der Brüder-Grimm-Schule

Aufgaben und Ziele

Die Brüder-Grimm-Schule mit ihrer Förderstufe versteht sich als Bindeglied zwischen den Grundschulen und den weiterführenden Schulen in Neu-Isenburg.

Die Zusammenarbeit mit den Neu-Isenburger Grundschulen ist uns sehr wichtig, um den Schülerinnen und Schülern einen angemessenen Übergang an unsere Schule zu ermöglichen. Aus diesem Grund sind bereits Lehrkräfte an Neu-Isenburger Grundschulen abgeordnet und es findet ein enger Austausch zwischen den Schulen statt.

Hinsichtlich des Entwicklungspotenzials der Kinder möchten wir sie individuell unterstützen und fördern, mit dem Ziel, sie optimal auf alle weiterführenden Schulformen vorzubereiten. Dadurch soll den Kindern eine Orientierungshilfe in der Förderstufe der Brüder-Grimm-Schule gegeben werden. Wir beraten die Eltern bei der Einstufung ihres Kindes in unser Kurssystem sowie beim Übergang in die weiterführenden Schulformen. Der Besuch der Haupt- und Realschule an unserer Schule erfordert keinen weiteren Schulwechsel und bedeutet eine zentrale Beschulung der Schülerinnen und Schüler in Neu-Isenburg.

Während des Besuches der Förderstufe erhalten die Kinder die Möglichkeit der Orientierungshilfe, so wird nur in Ausnahmefällen eine Klasse wiederholt.

An unserer Schule besteht die Möglichkeit die Hauptschule mit dem Hauptschulabschluss oder dem qualifizierten Hauptschulabschluss abzuschließen. Der qualifizierende Hauptschulabschluss ermöglicht den Übergang in eine weiterführende Schule und somit die Mittlere Reife zu erreichen. In der Realschule haben die Schülerinnen und Schüler die Möglichkeit den Realschulabschluss oder den qualifizierenden Realschulabschluss, nach Beschluss der Klassenkonferenz, zu erlangen. Mit dem Erwerb des qualifizierenden Realschulabschlusses besteht auch die Möglichkeit des Übergangs in die gymnasiale Oberstufe der Goetheschule (Sekundarstufe 2). Wir kooperieren intensiv mit der Goetheschule in Neu-Isenburg, um einen optimalen Übergang von der Förderstufe auf das Gymnasium (G9) zu ermöglichen.

Unterrichtsorganisation in der Förderstufe

Wir unterrichten die Schülerinnen und Schüler zum einen im Klassenverband und zum anderen in differenzierten Kursgruppen in Deutsch, Englisch sowie Mathematik.

Im Kursunterricht teilen wir die Kinder in drei Leistungsgruppen, in
A -,B – und C – Kurse ein, wobei in den A – Kursen auf den Übergang ins Gymnasium, in den B – Kursen in die Realschule und in den C – Kursen in die Hauptschule vorbereitet wird.

Nach eingehender Beratung durch die Fachlehrkräfte erfolgt die Einstufung in die Kurse zunächst auf Wunsch der Eltern zum 2. Halbjahr des 5. Schuljahres.

Ersteinstufung

A-Kurs: Noten 1-2 / B-Kurs: Note 3 / C-Kurs: Noten 4-6

Einsprüche/Elternwünsche

Bei der Ersteinstufung zählt der Elternwille: Sie können die Anspruchsebene (Kursniveau) wählen. Nach einem halben Jahr entscheidet die Klassenkonferenz aber endgültig. Beispiel:

Lehrer sagen B Kurs. Eltern wollen A Kurs. Halbes Jahr A Kurs auf Beobachtung. Danach endgültiger Beschluss von der Klassenkonferenz.

Aufstufung

Note 1 = Direkter Aufstieg.

Note 2 = Der Fachlehrer entscheidet, ob das Kind aufgestuft wird.

Übergang von Klasse 6 à 7: Letztmögliche Umstufung

Die letztmögliche Auf- oder Abstufung findet am Ende des zweiten Halbjahres der 6. Klasse statt (auch wenn es danach keine Kurse mehr geben wird). Dies ist sinnvoll, weil die Leistung der Schüler im letzten Halbjahr gewürdigt und Anstrengungen belohnt werden und Verschlechterungen Konsequenzen nach sich ziehen.

Übergang von Klasse 6 à 7: Schulempfehlung

Ausschlaggebende Kriterien für die Schulempfehlung können Kurskombination, Summe der Kursnoten, Notendurchschnitt der Nebenfächer, das Arbeitsverhalten und die persönliche und schulische Entwicklung eines Schülers sein.

Fächer in der 5./6. Klasse

Jahrgang 5: Deutsch, Mathe, Englisch, Sport, Biologie, Ästhetische Bildung, Erdkunde, Politik und Wirtschaft, Religion/Ethik, Soziales Lernen, Klassenlehrerstunde, Mittagessen

Jahrgang 6: Geschichte statt Erdkunde. Ansonsten gleiche Fächer.

Stärkung der Klassenlehrerrolle/Teamarbeit

Schwerpunkte unserer pädagogischen Arbeit in der Förderstufe sind das Vermitteln von Methodenkompetenz und die Stärkung sozialer Fähigkeiten.

  • Die Lehrkräfte eines Jahrgangs unterrichten im Team.
  • In pädagogischen Konferenzen erfolgt ein gegenseitiger Austausch über einzelne Schülerinnen und Schüler, es werden Beschlüsse über den Umgang mit Klassen getroffen, um sich gegenseitig zu unterstützen.
  • Prinzipiell gilt: Möglichst wenige Kolleginnen und Kollegen unterrichten möglichst viele Stunden in einer Klasse. Das bietet folgende Vorteile: Die Schülerinnen und Schüler kennen das Prinzip aus der Grundschule und können so ein intensiveres Vertrauensverhältnis zu den Lehrern aufbauen. Dies ist besonders wichtig, da der Klassenlehrerunterricht aufgrund der Verkursung in den Hauptfächern minimiert wird. Außerdem können die wenigen Kolleginnen und Kollegen untereinander besser kommunizieren und effektiver zusammenarbeiten.
  • Damit die Klassenlehrkraft möglichst viele Stunden in ihrer Klasse unterrichtet, ist fachfremder Einsatz erwünscht. Diese Vorgabe ist in Absprache mit den jeweils betroffenen Kollegen zu vereinbaren.
  • Zusätzlich ermöglicht die Klassenlehrerstunde eine intensive Einbindung der Klassenlehrkraft.

Stärkung der Klassengemeinschaft

Im ersten Halbjahr sind 2 Projekttage zum Thema Mobbing und Cybermobbing im Jahresplan für die 5. Klassen verankert.

Aufgrund der Verkursung im zweiten Schulhalbjahr in Klasse 5 ist es besonders wichtig, dass die Klassengemeinschaft im ersten Halbjahr gestärkt wird. Dies kann beispielsweise durch Projektwochen und Ausflüge erreicht werden.

Bei Klassenbildung im Jahrgang 5 werden neben organisatorischen Aspekten auch Elternwünsche weitgehend berücksichtigt.

Um den Übergang von der Grundschule in unsere Förderstufe zu erleichtern, erfolgt in der ersten Unterrichtswoche Klassenlehrerunterricht, mit dem Ziel, dass sich die Kinder zu einer Klassengemeinschaft finden.

Zur Stärkung der Klassengemeinschaft werden regelmäßig im Klassenverband unter Leitung der Klassenlehrer/Klassenlehrerin, die sozialen Kompetenzen durch das Fach Soziales Lernen gefördert und weiterentwickelt. Zusätzlich gibt es in der Förderstufe einmal wöchentlich eine Klassenlehrerstunde.

Mittagessen

Einmal in der Woche haben alle Klassen in der Förderstufen ein gemeinsames Mittagessen. Dies unterstützt die Bildung der Klassengemeinschaft und ist fester Bestandteil des Stundenplans. Somit ist es eine Pflichtveranstaltung für jedes Kind der Förderstufe.

Alle Schülerinnen und Schüler haben die Möglichkeit auch an den anderen Tagen in unserer Mensa Mittag zu essen.

Soziales Lernen

Soziale Kompetenzen werden heutzutage im Berufsleben immer stärker gefordert und benötigt. Diesem Anspruch wollen wir gerecht werden, indem wir unsere Schülerinnen und Schüler im toleranten Umgang miteinander trainieren.

Dies wird erreicht durch

  • die Förderung der Klassengemeinschaft
  • die Stärkung des Selbstwertgefühls
  • das Aufstellen und Einhalten von Regeln
  • das Einüben von fair-play
  • das Aufbringen von Verständnis füreinander (kulturelle und persönliche Gemeinsamkeiten entdecken und Unterschiede tolerieren)
  • die Wertschätzung des anderen

In den Klassen werden soziale Kooperationsspiele, Rollenspiele und Partner- sowie Gruppenarbeiten geübt.

Die Schülerinnen und Schüler erarbeiten gemeinsam Klassenregeln und achten auf deren Einhaltung. Auftauchende Probleme in der Klassengemeinschaft werden im

Plenum besprochen und gemeinsam werden Lösungsansätze erarbeitet. Der Unterricht des Sozialen Lernens ist fest im Stundenplan verankert:

Ganztagsangebot Profil 2

Die Brüder-Grimm-Schule hat das Ganztagsprofil 2 und bietet Montag bis Freitag freiwillige Zusatzangebote von 7:30 Uhr bis 16:00 Uhr an.

Die Kinder haben jeden Tag die Möglichkeit am Mittagessen teilzunehmen.

Eine kostenlose Hausaufgabenbetreuung, die von geschultem Personal geleitet wird, steht allen Schülerinnen und Schülern zur Verfügung.

Darüber hinaus können die Kinder am Nachmittag verschiedene AG’s und Kurse besuchen. Auch diese sind für die Kinder kostenlos.

Seit dem Schuljahr 2020/2021 ist eine der drei 5. Klassen stärker in den Ganztag eingebunden. Diese „Ganztags-Light“ Klasse hat an 2 Tagen eine verpflichtende Betreuung bis 15:15 Uhr. An beiden Tagen ist auch ein Mittagessen für die Kinder in unserer Mensa eingeplant.

Stärkung der Lesekompetenz

Lesekompetenz ist die Fähigkeit Wörter, Sätze und ganze Texte lesen und im Textzusammenhang verstehen zu können. Sie gilt als eine der wichtigsten Schlüsselqualifikationen für alle Fächer und die berufliche Zukunft. Lesen wirkt sich positiv auf die Disziplin, Konzentration sowie auf die Erweiterung des Wortschatzes aus.

Die Brüder-Grimm-Schule hat sich zum Ziel gesetzt, die Lesefähigkeit der Schülerinnen und Schüler fortwährend zu verbessern. Sie lernen, Lesen als Werkzeug im Unterricht anzuwenden sowie Freude am Lesen zu entwickeln.

Konkret umgesetzt wird dies in den folgenden Maßnahmen und Konzepten:

  • In Klasse 5 Einführung einer verbindlichen Textbearbeitungsmethode im Deutschunterricht, die in den meisten Unterrichtsfächern angewandt werden kann
  • Vorlesewettbewerb in den Klassen 5 und 6
  • Besuch der Stadtbücherei Neu-Isenburg
  • Leseprojekt in Zusammenarbeit mit der Stadtbücherei Neu-Isenburg
  • Teilnahme an Lesungen / Besuch von Theaterstücken
  • Buchvorstellungen im Deutschunterricht
  • Schülerbücherei
  • Eine regelmäßige Evaluation kann in Form von standardisierten Tests erfolgen, wie beispielsweise in der Lernstandserhebung Deutsch in der Klasse 6.